Ratgeber · Multiple Sklerose im Alltag
Pacing gehört zu den am häufigsten empfohlenen Strategien im Umgang mit MS-Fatigue — und ist gleichzeitig eines der am wenigsten intuitiven Konzepte. Es geht nicht darum, weniger zu leben, sondern darum, die vorhandene Energie so einzuteilen, dass sie über den Tag reicht.
Pacing bezeichnet das bewusste Einteilen von Aktivität und Erholung, um Überlastung und die dadurch verstärkte Fatigue zu vermeiden. Statt bis zur völligen Erschöpfung zu arbeiten und danach zusammenzubrechen, werden Pausen eingeplant, bevor die Energie aufgebraucht ist.
Viele Menschen mit MS erleben, dass eine überzogene Anstrengung nicht nur im Moment, sondern auch am Folgetag oder darüber hinaus spürbar bleibt — manchmal als "Crash" bezeichnet. Pacing setzt genau hier an: Überlastung vermeiden, bevor sie entsteht, statt danach zu erholen.
Pacing funktioniert am besten, wenn die eigene Energiekurve bekannt ist: An welchen Tagen ist die Kapazität grösser? Welche Aktivitäten kosten überproportional viel Energie? Gibt es Zusammenhänge mit Schlaf, Hitze oder Stress? Wer solche Muster über mehrere Wochen sichtbar macht, kann Pacing gezielter statt nach Gefühl umsetzen.
myeliv macht den eigenen Energie-Verlauf sichtbar: Der tägliche Check-in und der persönliche Energie-Algorithmus zeigen, wann Überlastung droht und welche Muster dahinterstecken — als konkrete Grundlage für besseres Pacing im Alltag.
myeliv kostenlos ausprobierenNicht unbedingt weniger, sondern anders verteilt. Pacing zielt darauf, Energie über den Tag oder die Woche so einzuteilen, dass Überlastung vermieden wird.
Nein. Die persönliche Energiekapazität und die Auslöser für Überlastung sind individuell verschieden. Pacing funktioniert am besten, wenn es auf die eigenen beobachteten Muster abgestimmt ist.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. myeliv ist kein Medizinprodukt und stellt keine Diagnosen.